Warum Fotos im Marketing so wichtig sind

Urheber : Katarzyna Białasiewicz @123rf.de

Der Spruch ist ein Klischee, aber wahr:„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“ Die Vermarkter von Inhalten sollten den Spruch immer im Kopf haben, denn dieses scheinbar abgenutzte Axiom birgt eine Weisheit, die auch heute noch gilt. Die Erstellung von Inhalten höchster Qualität ist ohne die Anziehungskraft von Bildern schlicht unmöglich. Die Fotografie im Marketing wird oft als selbstverständlich angesehen.

Sie sollte aber nicht selbstverständlich sein, sondern ein ganz zentrales Element einer ganzheitlichen Strategie. Gute Bilder verleihen Website-Inhalten eine ganz neue kreative Dimension, die das Publikum anspricht, die Blog-Posts aufwertet, in sozialen Medien auffällt und Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Das visuelle Element ist gleichzeitig ein starkes inhaltliches Element. Auch wenn es nicht unbedingt einen großen Einfluss auf das Ranking von Suchmaschinen hat, sind Bilder in vielerlei Hinsicht für den Erfolg in einigen Kanälen, wie z.B. im Social Media Marketing, unerlässlich geworden. Bilder aller Art werden immer beliebter als Content, wie z.B. GIFs in Blog-Beiträgen, Infografiken, Screenshots, Memes und Videos. Jedes hat einen potenziellen Nutzen angesichts der Art des Inhalts oder des Kanals.

Die Verlagerung hin zu mehr visuellen Inhalten

Bekanntermaßen, ziehen Bilder das Auge an. Egal wo immer wir uns befinden, werden unsere Augen von grafischen Inhalten unwiderstehlich angezogen – deshalb sind Plakate immer noch effektiv. Und während Werbung schon immer ein visuelles Medium war, beginnt das Content-Marketing aufzuholen. Ein Cision-Bericht fand heraus, dass Pressemitteilungen mit multimedialen Fotos 1,4 mehr Aufrufe erhielten als reine Textmitteilungen, während Pressemitteilungen mit Videos 2,8 mehr verdienten. Bildmaterial in sozialen Medien ist ein heißes Eisen: Daten aus der MDG-Werbung zeigen, dass Bilder auf Facebook 352 Prozent mehr Engagement erhalten als Links.

Keine Bilder und es gibt nicht den gleichen Anreiz zum Klicken: In einer Adobe-Umfrage von 2018 gaben 16 Prozent der Web-Nutzer an, dass es ärgerlich ist, wenn Inhalte keine Bilder oder Videos enthalten. Insgesamt:

  • 41 Prozent bewerteten schöne Bilder als ein Merkmal für eine positive Erfahrung.
  • 44 Prozent gaben an, dass sie das Lesen einer Seite ganz aufgeben würden, wenn die Bilder nicht korrekt geladen werden.

Branchenübergreifend haben Werbetreibende daran gearbeitet, Bildsprache im Internet zu verbessern. In einer 2019 vom Content Marketing Institute durchgeführten Umfrage unter B2C-Vermarktern gaben 63 Prozent an, dass sie im Vergleich zum Vorjahr verstärkt Bilder – wie Fotos – verwenden.

Fotos sind verglichen mit Text eine relativ teure Werbeform. Trotzdem nutzen Unternehmen vermehrt grafische Inhalte im Marketing. Im Jahr 2019 haben  32 Prozent der Unternehmen mehr als 30 Prozent des digitalen Marketingbudgets für die Produktion von Bildmaterial aufgewendet, gegenüber 17 Prozent, die laut Venngage 2018 dasselbe getan haben.

Warum Fotografie im Marketing funktioniert

Bevor Sie die Sichtbarkeit der Fotografie in Ihrem Inhalt erhöhen, sollten Sie ihre grundlegenden Vorteile bedenken. Wenn Sie die Grundlagen verstehen, warum ein Originalfoto besser funktioniert als ein Stockfoto mit weißem Hintergrund, können Inhaltsvermarkter hochwertige visuelle Darstellungen konzipieren, gestalten und produzieren.

Fotos funktionieren im Marketing, weil:

Sie Wichtigkeit implizieren

Titelseiten der Zeitungen bei ikonischen Ereignissen haben oft besonders große Titelbilder bei Naturkatastrophen oder wichtigen Wahlen. Es ist nicht die Schlagzeile, die Aufmerksamkeit erregt, sondern normalerweise das riesige Bild, das sofort sagt: “Das hier ist wichtig!“ Sicher, die Taktik verkauft Kopien für Verlage, aber sie ist auch äußerst effektiv als Instrument für das Markenbewusstsein im Content-Marketing.

Sprechen Bände

In Anspielung auf das Klischee von den tausend Worten sind Fotos deshalb so nützlich, weil sie die Geschichte auf relativ kleinem Raum erzählen oder zumindest den Kern der Geschichte darstellen können. Bilder müssen den Text nicht ersetzen, sondern ihn zusammenfassen oder betonen und als ergänzendes Gestaltungselement in Blog-Beiträgen, Fallstudien, sozialen Beiträgen und anderen Inhaltsformen wirken.

Problem Stock Fotos

Fotos erregen Aufmerksamkeit – aber damit geht auch einige Verantwortung für das Medium einher. Ein Foto, das Aufmerksamkeit erregt, aber keine oder gar eine unpassende Geschichte erzählt, wie ein generisches Stockfoto, enttäuscht die Betrachter. Kein Werbetreiber sollte seine Kunden enttäuschen, derer Aufmerksamkeit er gerade erst geweckt hat. Anstelle Stock Fotos zu nutzen, lohnt es sich in professionelle Fotos einer Fotoagentur mit breitem Leistungsspektrum zu setzen, damit die Fotos zum Produkt passen.

Aber in einigen Fällen haben Unternehmen vielleicht keine andere Wahl, als diese Option zu nutzen. Zeit ist Geld, und solche Ressourcen sind oft knapp; nicht jedes kleine Unternehmen ist vielleicht in der Lage, Fotoshootings häufig genug durchzuführen, um seinen gesamten Bedarf an visuellen Inhalten zu decken. Wer jedoch wirklich eine Verbindung zu einer Zielgruppe herstellen möchte, sollte in Erwägung ziehen, Originalfotografie ins Marketing aufzunehmen. Solche Bilder haben ein hohes Potenzial, um bei möglichen Kunden eine tiefe Resonanz zu erzielen und die Marke im bestmöglichen Licht darzustellen.