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Marketingstrategie: Gütesiegel

Siegel und Zertifikate sollen das Vertrauen potenzieller Kunden aufbauen

Immer mehr Menschen nutzen die Vorzüge, um von zu Hause aus auf Shopping-Tour gehen zu können. Bequem rund um die Uhr im Netz einzukaufen hat etliche Vorteile, die Ladenlokale kaum zu bieten haben. Für viele ist das Fehlen von Menschenansammlungen eine zentrale Entscheidung beim digitalen Einkaufserlebnis. Unabhängig von Wetter und direkten Kontakten wählen Verbraucher auf diese Weise viel flexibler. Oft entdecken Kunden im Internet sogar noch mehr Lösungen zu ihren Interessen, die sie im regulären Einzelhandel nicht vorgefunden hätten. Grund hierfür ist die breite Auswahl an Produkten.

Ob kleine oder große Händler, überall entdecken Nutzer sämtliche aktuell verfügbaren Waren, wofür sie in der Stadt viel Zeit verbraucht hätten. Neben einem Top Service wird dafür aber auch erwartet, dass die bestellten Artikel den Wünschen entsprechen. Die Haptik echter Produkte lässt sich zurzeit online nur erahnen. Aus diesem Grund benötigen die E-Shops einen Vertrauensvorschuss, den nicht jeder aufweisen kann. Gütesiegel scheinen eine Antwort hierfür zu sein. Dabei ist für jeden Bereich etwas da. Etwa eine Auszeichnung für einen Top Service im Kundenservice oder ein Gütesiegel darüber, dass die Produkte von höchster Qualität sind.

Deshalb lieben Verbraucher Gütesiegel

Sicherheit und Vertrauen sollen Gütesiegel beim Einkauf bieten. Kunden empfinden die Zertifikate als Unterstützung, um zwischen einer Vielfalt an Lösungen hochwertige Waren zu entdecken. Bekannt sind das CE Zeichen oder das TÜV-Emblem. Auch Shop-Anbieter im Internet kennen die Bedürfnisse der Einkäufer. Siegel auf der Startseite vermitteln ein Gefühl, besonders gut aufgehoben zu sein. Die meisten assoziieren mit solchen Gütesiegeln eingängige Tests, Analysen und Bewertungen mit anschließender Auszeichnung, die dem Ladenbesitzer das entsprechende Zertifikat verleiht.

Wie im Supermarkt oder Restaurant soll dieses Bewertungsverfahren dafür sorgen zu erkennen, wo Verbraucher den optimalen Service erhalten. Studien belegen das Verlangen nach ebenjenen Siegeln. Allerdings hat der Einsatz von Zertifikaten seine Vor- und Nachteile für Kunden. Rechtlich gesehen darf jeder Webseitenbetreiber Siegel nach Wunsch erstellen und veröffentlichen. Lediglich das Vorspielen falscher Tatsachen ist rechtlich bedenklich bis strafbar. So dürfen Shop-Besitzer auch keine bekannten Siegel fälschen oder nachahmen, um sich so das Vertrauen der Menschen zu erschleichen. Auch Behauptungen stattgefundener Tests und Prüfungen, die nie existierten, sind nicht erlaubt. Im Bereich der Grauzone allerdings finden sich im Netz etliche Gütesiegel, die nur auf den ersten Blick tatsächlich einen Wert besitzen und manchmal den Verbraucher eher verwirren als unterstützen.

Siegel sollen beim Einkaufen im Netz weiterhelfen

Auf den ersten Blick unterscheiden sich inoffizielle Siegel kaum von bekannten Emblemen. Von diesem Prinzip profitiert so manche Seite. Solange die Siegel nicht täuschen und gar die Sicherheit des Nutzers gefährden, sind sie eine gute Methode, kleinen Firmen im Internet zur nötigen Beachtung zu verhelfen. Ein Emblem mit dem Slogan “Starker Service” oder “eine gute Anlaufstelle” hat für User keinen echten Mehrwert, sieht aber vor allem auf Startseiten ansprechend aus.

Wer nur Sekunden über die Seite blickt, was bei den meisten Personen der Fall ist, nimmt das Siegel kaum wahr, bekommt von ihm psychologisch unbewusst jedoch vermittelt, dass es sich hier um seriöse Angebote handelt. Grenzwertig sind Auszeichnungen, die sich Unternehmen selbst verleihen. Sie suggerieren ungeprüfte Tatsachen und locken manchen Interessenten zu dubiosen Angeboten. Alternativ haben Unternehmen die Chance, Siegel von Verbänden zu verwenden, die allgemeingültig sind, aber ebenfalls keinen tatsächlichen Mehrwert bieten.

Gefälschte Gütesiegel führen zu Imageschäden

Große Organisationen wie die Stiftung Warentest vergeben ihre Gütesiegel nur nach ausführlichen Tests. Jeder Leser kann die zugehörigen Resultate online auf der Webseite finden. Firmen, die trotz besseren Wissens das Emblem von solch einem bekannten Unternehmen verwenden, laufen Gefahr, binnen kürzester Zeit ertappt zu werden. Ganz gleich ob in der Anfangsphase oder als bekanntes Unternehmen: In jedem Fall führt diese Situation zu einem Imageschaden mit möglichem Verlust vieler Kunden. Solche Aktionen gilt es deshalb bei jeder Idee zu einer Marketingstrategie zwingend zu unterlassen, um sich selbst keinen Schaden zuzufügen. Dass solche Anbieter auf dem Markt existieren, ist bekannt. Meist sitzen sie im Ausland und führen von dort aus ihre unseriösen Machenschaften. Eine echte Etablierung als führende Marke erzielen diese Firmen nie.

Seriöse Gütesiegel helfen Kunden bei der Orientierung

Die Bundesregierung selbst zeigt online auf, was für Gütesiegel seriös sind und Verbrauchern einen echten Nutzen bieten. Verbände, die ihre Zertifikate fast achtlos verteilen, bieten kaum eine Orientierung für Kunden, die nach den besten Angeboten suchen. So finden sich  auf offiziellen Seiten zum Beispiel Erklärungen, wer für die Vergabe zuständig ist. Der Blaue Engel, ein bekanntes Öko-Siegel, darf nicht jedes Produkt tragen. Nur das Bundesumweltministerium sowie die RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. entscheiden, ob und wer die begehrte Auszeichnung erhält. Wer mit besonders hochwertigen Gütesiegeln überzeugen will, investiert deshalb von Anbeginn in eine gute Qualität seiner Produkte und darf sich dann auch über die entsprechenden wertvollen Auszeichnungen freuen. Das Gütesiegel Top Service wurde so zum Beispiel von Label-online.de als besonders empfehlenswert hervorgehoben.

Passt das Gütesiegel tatsächlich langfristig zum Unternehmen?

Nach der Bewerbung auf Gütesiegel und einer nachfolgenden Verleihung kann es auch passieren, dass ein solches Zertifikat auf Dauer nicht mehr zum Unternehmen passt. Dies kann geschehen, wenn sich die Produktlinie ändert. Hatte die Firma vorher viele vegane Angebote im Sortiment und nun mehrfach Fleischartikel, sollte das entsprechende Siegel einen Tausch erhalten, um unbedarfte Kunden nicht zu verwirren. Erwerben lassen sich auch seriöse Siegel von Verbänden, die bereits seit vielen Jahren bei Verbrauchern bekannt sind. Dies kann sich durchaus lohnen, wenn Investment und Qualität im Einklang stehen. Unternehmen, die bislang nicht genügend Kunden haben, erleben nicht selten einen Schub an neuen Käufern, wenn sie Siegel auf ihre Webseite integrieren. Dennoch müssen hierfür Bedingungen erfüllt werden.

Unternehmen bewerben sich für eine Lizenz seriöser Siegel und profitieren zusätzlich von einmaligen Vorteilen

Ein Bewerbungsvorgang steht vor dem Erhalt mancher Siegel, dafür besitzen sie aber auch eine seriöse Ausstrahlung. Ein gutes Beispiel ist Trusted-Shops, denn dieses Gütesiegel besitzen viele Webseiten in ganz Deutschland. Es steht für moderne Sicherheitsaspekte der Datenübertragung und Zahlung, aber auch für die Bonität. Sollte es einmal zu Problemen kommen, so dient Trusted-Shops als Vermittler zwischen Kunde und Händler. Diesen Service wissen am Ende beide Parteien zu schätzen. Verbraucher, die das Emblem erspähen, wissen, dass hier in Sachen Preis und Qualität eine hohe Transparenz existiert. Manche anderen Siegelanbieter ermöglichen es für Kunden, eine Bewertung des jeweiligen Unternehmens vorzunehmen. Dies hilft anderen Einkäufern dabei herauszufinden, ob das Angebot zu ihren Bedürfnissen passt.