Reputation im Handwerk

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Dass dieser Spruch keine Weisheit ist, wissen vor allem Service-Dienstleister und Handwerker. Sie bekommen es meist sofort und unvermittelt zu spüren, wenn Kunden nicht zufrieden sind. Und diesen Ruf dann wiederherzustellen, ist eine aufwendige und scheinbar unmögliche Herausforderung. Hier kommt das Reputationsmanagement. Worauf Sie achten sollten und wie das funktioniert, erfahren Sie hier:

Damals vs. heute

Viele Handwerksmeister haben immer noch nicht realisiert, dass auch sie sich das Internet zunutze machen sollten. Früher waren vor allem die Gelben Seiten als Werbemedium in der Branche sehr beliebt, doch die gehören inzwischen der Vergangenheit an. Längst sind Kunden online auf der Suche nach Experten, die professionell Hand anlegen. Heute nehmen Internet-Suchmaschinen diese Rolle ein. „Wer hier mit überzeugenden Inhalten gefunden wird, der macht das Rennen”, sagt Dr. Thomas Bippes, Geschäftsführer der in Baden-Baden in der Nähe von Karlsruhe ansässigen Agentur PrimSEO, eine der führenden Agenturen in der Region in Sachen SEO und Reputationsmanagement. Viele Handwerker würden noch immer voll auf das Empfehlungsmarketing setzen. Dabei die Recherche im Internet so einfach und schnell wie nie. „Selbst die Empfehlung eines Freundes wird recherchiert. Und sei es nur, um die Telefonnummer des Handwerkers zu googeln“, so Bippes. Außerdem ist es wichtig, was der Suchende über den Maler oder KFZ-Mechaniker online findet. Eilt ihm im Internet ein eher zweifelhafter Ruf voraus und gibt es schlechte Bewertungen sowie Kommentare, gehen Kunden rasch auf die Suche nach anderen Anbietern. „Kümmert man sich nicht um seinen eigenen Internetauftritt, dann überlässt man das Feld anderen. Und ob die im eigenen Interesse handeln, ist eher fraglich”, meint Bippes.

Online-Reputationsmanagement

Tatsächlich haben SEO und Reputationsmanagement dem Empfehlungsmarketing längst den Rang abgelaufen. Dabei ist egal, um welche Branche es sich handelt. „Nur gute Handwerker mit einem guten Ruf werden weiterempfohlen”, bestätigt Bippes. Und um diesen guten Ruf zu erhalten und diesen auch zu behalten, ist vernünftiges Reputationsmanagement wichtig. Haben Sie zum Beispiel durch den Tod eines Angehörigen oder guten Freundes eine Immobilie geerbt, können nicht nur durch eine Hausauflösung Kosten anfallen. Unter Umständen benötigen Sie auch Hilfe bei der Entrümpelung und der Beseitigung zahlreicher Gegenstände. Ein Unternehmen, das online einen unseriösen Ruf hat und dessen Mitarbeiter als unfreundlich gelten, wollen Sie sicherlich nicht ins Haus lassen. Besonders nicht während der Trauerphase.

Ein Reputationsschaden hat immer direkten Einfluss auf die wirtschaftliche Existenz der Firma. Daher ist es im Zeitalter des Internet für fast alle Unternehmen unabdinglich, nicht nur Risikomanagement zu betreiben, sondern auch Reputationsrisiken zu betrachten, die dem Vertrauen in eine Unternehmung nachhaltig Schaden zufügen können. Welche genau die Reputationsrisiken sind, ist branchen,- unternehmens- und zielgruppenspezifisch.

Erfolgreiches Online Reputationsmanagement sollte keine oberflächliche Schönheitskorrektur und kein taktisches Bedienen von Social Media oder strategische Suchmaschinenoptimierung sein. Das sind zwar Werkzeuge, aber beim Reputationsmanagement geht es nicht um Stimmungsmache. Im Zentrum steht Meinungsbildung. Meinungen brauchen eine stabile Basis und eine zeitgemäße, glaubwürdige Kommunikation. Mithilfe des Internet und Social Media erhält man nun plötzlich sogar Resonanz, mit der man arbeiten und an der man sich orientieren kann.